Embu – Kunst und Krempel-Paradies

Seit gestern geht es mir so gut, wie vor der Chemo, kaum zu glauben! Ich hoffe nur, das bleibt so. Jeder sagt mir zwar, dass die restlichen Chemos wie die erste ablaufen, und daher kann ich eigentlich nur froh sein, so wie meine erste lief. …aber irgendwie trau ich der ganzen Sache nicht. Na, warten wir es ab! Diese Woche wird auch wieder spannend, jetzt ist der Zeitpunkt, wenn die Haare anfangen auszufallen, falls sie ausfallen. Heut hab ich mir ein knalliges Tuch gekauft, naja, eigentlich sollte ich ja die Eimertheorie anwenden (kein Eimer – kein Schlechtwerden!) hatte ja auch geklappt, aber das Tuch war so klasse und ich kann es auch super als Schaltuch verwenden, wenn ich abends ausgehe. Irgendeine Ausrede braucht man schliesslich, um unnötige Einkäufe zu erklären :o)

Oh ja und gestern war ich wirklich versucht unnötige Einkäufe zu tätigen!!! Gestern war Mädelsausflug nach Embu! Da kann man eigentlich nur mit Mädels hinfahren, Männer sind da immer gleich soooo… „Können wir jetzt ein Bier trinken gehen? – Nein, ich will noch schnell in dieses Geschäft!!! …aber jetzt, oder???? – Neeeein, jetzt muss ich noch mal die Kerzen an diesem Stand ansehen!! …GGGRRRR!!!!…“. Was ist denn nun Embu?!? Also, Embu ist eine kleine Stadt bei Sao Paulo, die sich auf Kunsthandwerk, rustikale Möbel, Kerzen, jede Art von Bildern, gestickte Decken, brasilianische Handarbeiten und all dem Kleinkram, den keiner braucht aber jeder kauft, spezialisiert hat. Sonntags ist auch immer Markt. Wie gesagt, ein Paradies für Mädels :o) Sonja, Josi und ich zogen also los und waren auch schnell fündig. Ich fand klasse Kerzen, eine Drahthenne und Sonja schlug bei den Körben zu. Bei einem leckeren Mittagessen mit Carne do Sol, haben wir uns für den Nachmittag erholt. Carne do Sol, das ist getrocknetes Surfleisch, das dann lange gekocht wird, bis es wieder weich ist und mit vielen leckeren Beilagen serviert wird. Leider machte uns nachmittags dann das Wetter einen Strich durch die Rechnung, es fing plötzlich an wie aus Eimern zu schütten. Wir genehmigten uns erstmal einen heissen Kakao, aber es wollte nicht wirklich aufhören zu regnen, daher beschlossen wir heimzufahren, nicht ohne noch ziemlich nass zu werden, auf dem Weg zum Auto – der Schirm lag natürlich IM Auto!

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