Karneval in…..

…Sao Paulo! Für Rio war es uns diesesmal zuviel Stress! Dafür haben wir das erstemal Sao Paulo gesehen. Klar, das Sambodrom ist etwas kleiner, dafür sitzt man näher am Geschehen, die Gruppen sind etwas kleiner und die Zeit pro Gruppe im Sambodrom ist kürzer, was aber gar nicht so schlecht ist, da man zwischen den Gruppen keine so lange Pause hat.

Alles in allem war es ein gelungener Abend und für das stressfreie Anreisen eine gute Alternative zu Rio! Wir waren eine kleine Gruppe von 11 Leuten, hatten am Mittwoch die Karten für Samstag gekauft und mussten feststellen, dass wir doch etwas zu naiv den Karneval in Sao Paulo gesehen hatten. Wir haben nämlich die letzten Karten bekommen – und ich dachte, da fahren wir einfach hin und bekommen locker noch welche an der Abendkasse… welche Ignoranz meinerseits!!! Jedenfalls haben wir dann auch noch einen Minibus gechartert, der uns direkt am Sambodrom ablieferte, leider hatten wir uns irgendwie mit dem Eingangstor geirrt und – wir waren praktisch schon davor gestanden – noch eine Runde gedreht und konnten dann nicht mehr zurück. Heisst, wir mussten genau diagonal an der anderen Ecke des Sambodroms aussteigen und um das ganze rundrum laufen. Da die Strassen rundrum grossräumig abgesperrt waren, dauerte es auch ca. eine Stunde, bis wir dann wirklich am richtigen Eingang ankamen. Aber wir hatten mit viel mehr Verkehr gerechnet und waren darum viel zu früh dran, also schafften wir es locker, bis die erste Gruppe anfing – um 22:30 Uhr!!! 7 Gruppen waren es insgesamt, jede musste spätestens nach 65 Minuten durchgelaufen sein. Wir wollten unbedingt die drittletzte und vorletzte Gruppe sehen, das waren Gavioes de Fiel und Vai-Vai. Die Gavioes sind die Karnevalsgruppe des Corinthians Fussballclubs, einer der beiden berühmten aus Sao Paulo, die hatten natürlich die meisten Fans im Sambodrom, da ging wirklich die Post ab! Und Vai-Vai mussten wir natürlich sehen, da das die Gruppe war, bei deren Probe wir mal vor ein paar Wochen waren. Die mussten wir natürlich kräftig und laut unterstützen. Die letzte Gruppe fing dann gegen 6:00 Uhr morgens an, aber da waren wir dann schon so fertig, dass wir beschlossen hatten, heim zu fahren. Der Bus holte uns dann in der Nähe des Ausgangs ab, weiter zu laufen hätten wir aus Müdigkeit schon nicht mehr geschaft :o)

Wie ihr vielleicht wisst, ist das ganze ja so eine Art Meisterschaft, bei der mittels Punktrichter die Sambaschulen bewertet werden. Da gibt es Kriterien, wie Text des Sambas, Musik, wie toll die Wagen sind, wie einheitlich die Gruppen laufen/tanzen, wie pünktlich die Schule durchläuft, wie die Kostüme zum Thema der Schule passen usw. Gestern nun war die Bewertung der Sambaschulen von Sao Paulo, die wir natürlich gespannt im Fernsehen verfolgten. Gewonnen hat wirklich mit der allerletzen Bewertung – war ein super spannender Disput zwischen Mocidade Alegre und Vai-Vai (ja genau, unsere unterstützte Sambaschule!!) – Mocidade Alegre ;o(. Um 0,50 Punkte – so knapp! Naja, es gibt ja ein nächstes Jahr! :o)

Hier nun ein paar Fotos vom Sambodrom:

Mocidade Alegre:

Flügel der Baianas von Mocidade Alegre:

Flügel der Baianas von Vai-Vai:

Vai-Vai:

Das Sambodrom in voller Länge, wir sassen ganz am Ende, wo die Teilnehmer das Stadion verlassen:

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