Tag der Untersuchungen

war gestern, was für ein Nervtag. Tage vorher hatte ich schon mit allen möglichen Leuten ausgemacht, dass ich einen Katheterzugang in der Chemoklinik legen lasse, damit ich nicht wieder so leiden muss, wenn sie mir in eine praktisch nicht vorhandene Vene stechen müssen, oder noch schlimmer, im Fuss den Zugang legen müssen. Den sie dann zum Spritzen vom Kontrastmittel für die Computertomografie verwenden. Also kurz vor 8 Uhr früh, ohne Frühstück, da ich ja nüchtern sein musste, in die Klinik, Zugang legen lassen und dann nix wie zur CT. Dort blieb ich dann erstmal sitzen, nach genervter Nachfrage wurde ich endlich zur Untersuchung gebracht. Dort gibts ein extra Wartezimmer, da man normalerweise dort dann über eine halbe Stunde verteilt einen Liter Wasser trinken muss. Dann gings endlich zur Untersuchung. Die Anästhesistin, die extra wegen meines Katheterzugangs dazugerufen wurde, sagte mir, sie hätte den ja auch legen können – frag mich bloss, für was ich vorher angerufen hatte und mir gesagt wurde, dass ich das in meiner Klinik zu machen hätte… naja! Also, dann Vorbereitung, rauf auf die Liege, rein in den Computertomografen, irgendein Test gefahren und dann kam die Schwester nochmal rein, meinte, also, es wär doch besser, wenn ich einen direkten Zugang, nicht über den Katheter, hätte, dann wäre der Kontrast besser (häh? Ader ist doch Ader? – anscheinend doch nicht!), ausserdem mögen sie den Katheter nicht, da könnte Kontrastmittel auskristallisieren und ihn verstopfen, dann müsste ich den neu legen lassen (Gott behüte, nicht nochmal!!!) aber eigentlich und vor allem wegen der Aufnahme, die über die Ader und die Pumpe, die man dann verwenden könnte doch besser wäre… Naja, nach langem Hin und Her hab ich mich dann doch breitschlagen lassen und sie legten mir einen Zugang – am Puls, mit einer Nadel für Babys, ich hab trotzdem "Scheisse" gebrüllt, so weh tat es! Mir reichts jetzt echt, meine Onkologin bekommt jetzt was zu hören, nächstesmal, für was hab ich den Katheter eigentlich, wenn ich ihn nicht verwenden kann? Schliesslich kam auch von ihr der Vorschlag ihn fürs Kontrastmittelspritzen zu verwenden. Aber das sollte noch nicht alles gewesen sein für diesen Tag. Endlich fertig, musste ich noch Röntgen vom Thorax machen, angemeldet war ich ja schon, bin also wieder zur Rezeption und sagte, ich wär jetzt soweit fertig fürs Röntgen. Ok, ich sollte nochmal warten, ich werde dann aufgerufen. Mittlerweile war es 11:30 Uhr, ich immer noch nüchtern und durch das Kontrastmittel und alles schon mit einem ziemlich schiefen Blick unterwegs. Der Magen hing mir schon an den Knien und ohne Kaffee morgens bin ich eh kein Mensch! Eine halbe Stunde später war ich dann noch mehr kein Mensch als ich immer noch rumsass. Wieder zur Rezeption – ah ja, ich sag mal kurz beim Röntgen Bescheid, die holen Sie dann gleich – nochmal 15 Minuten später war ich dann wirklich kein Mensch mehr! Wieder hin zur Rezeption – wieder beschwert – sie hätte eigentlich keine Ahnung von was ich spreche!!!! – da merkte ich, dass das jetzt eine andere Rezeptionistin war – ok, mein ganzes Sprüchlein nochmal. Dann meine Frage, wie lange es denn noch dauern würde, ach ja so 20 Minuten – GRRRRR!!!! Dann sagte ich ihr, ok, dann geh ich erstmal frühstücken und sie hätten mir das ja auch schon vor einer Stunde sagen können!!! Als ich wieder zurück kam, wurde ich doch glatt sofort von ihr zum Röntgen gebracht, um dort festzustellen, da gibts noch einen Wartesaal mit weiteren 5 Leuten vor mir!!!!! Nachdem ich dann dort endlich fertig war, musste ich wieder zur Chemoklinik, den Katheterzugang wieder entfernen lassen. Danach fuhr ich dann endlich Mittagessen und kurz einkaufen. Gegen vier war ich dann endlich zuhause und so fertig, dass ich mich schlafen legte und bis sieben abends nicht mehr aufwachte!

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: