Urlaub in Recife, Olinda und Maragogi – das Paradies in Brasilien

So, hier nun endlich der Bericht von unserem Urlaub.

Wir sind frühmorgens von Campinas losgeflogen, schon mit Verspätung, da das grosse Erdbeben von Chile die Internetverbindung, (Seekabel) nach USA gekappt hatte und die ganzen Flugdaten, Einchecken etc. per Hand gemacht werden musste!

In Recife angekommen, haben wir erstmal unseren Mietwagen abgeholt und sind dann zu unserem Hotel Blue-Tree-Towers gefahren. Da dann erstmal grosse Entäuschung, die Blue-Tree-Towers Hotels, die wir aus Sao Paulo kennen, sind aber viel besser, obwohl gleicher Standard. Schimmelstellen an den Wänden, Klospülung funktionierte nicht und der Safe war nicht zu programieren – das gibts in Sao Paulo so nicht! Anruf an der Rezeption, naja, dann halt ein anderes Zimmer – der Schimmel war an der gleichen Stelle und der Safe ging wieder nicht. Wieder Anruf an der Rezeption – na, dann halt wieder ein anderes Zimmer!

Diesesmal wurden wir tatsächlich upgegradet und bekamen eine Suite, kein Schimmel, der Safe funktionierte und der Balkon sah weniger absturzgefärdet aus. Das fing ja schon gut an!

Doch die nächsten Tage in Recife waren dann doch ganz schön. Wir fuhren nach Olinda, die Altstadt ist eine Show – seht Euch die Bilder in der Galerie Maragogi an!

Dort sahen wir dann auch einen spontanen Karnevalsumzug, Olinda ist berühmt für die grossen Puppen. Die ganze Altstadt ist voller bunter Häuser, richtig fröhlich.

Montags machten wir einen Ausflug zur Ilha Itamaraca im Norden von Olinda. Dort gibt es ein Projekt, dass Seekühe, die in der Gegend leben, aufpäppelt und betreut. Leider, welche Entäuschung, war es genau an diesem Tag geschlossen, stand auch nicht in unserem Führer. Aber wir fanden einen Traumstrand dort und die leckersten Shrimp an Kokossosse, die wir jeh gegessen haben.

Am Dienstag machten wir uns dann auf den Weg nach Maragogi, das liegt ca. 130 km südlich von Recife, schon in Alagoas. Die Fahrt dahin war wunderschön, entlang von Kokosnusswäldern und Zuckerrohrfeldern und immer wieder dazwischen der Ausblick aufs Meer und traumhafte Strände.

Unterwegs schauten wir uns noch Porto de Galinhas an – ein sehr berühmter Strandort, mit vielen Resorthotels. Sehr nett, aber auch sehr überlaufen.

Und dann kamen wir auch schon nach Maragogi.

Die Pousada Praiagogi, in der wir blieben ist wirklich ein Paradies. Hier die Aussicht aus unserem Zimmer:

Geführt von einem Holländer und einer Brasilianerin, nur 5 Zimmer, ein Traum von einem Garten, mit überdachten Liegen und Sitzsäcken, die jeden Rückenschmerz vergessen lassen (dazu mehr später). Das Essen, asiatisch-brasilianisch, z.B. Fisch mit grünem Curry im Bananenblatt. Dazu ein Frühstück zu jeder Tageszeit (naja mit einem Ehemann, der um 6 aus dem Bett fällt, nicht so zu geniessen) und frische Säfte von Früchten aus dem Garten.

Rechts und links neben der Pousada für Kilometer nichts, nur Sand, Kokospalmen und Meer. Ein Paradies!

Jetzt musste ich grad unterbrechen – meine Waschmaschine ist von der Reparatur zurück gekommen! Halleluja! Die Berge Wäsche werden sich lichten!

Maragogi ist berühmt für seine natürlichen Pools, die das Meer bei Ebbe bildet. Dorthin gibts Ausflüge mit dem Boot (20min.) und man kann dort klasse Schnorcheln. Allerdings sind dort sehr viele Schnorchler unterwegs – man sieht eigentlich nur Wadl. Aber da wir das Glück hatten, noch ca. eine halbe Stunde länger als alle anderen bleiben zu dürfen, kamen dann endlich die Fische raus, ich sah sogar eine Schlange und schwamm mit einem Schwarm kleiner gestreifter Fische. Tolles Erlebnis. Das Meer war so warm wie eine Badewanne! 

Per Zufall erfuhren wir, dass ein Auswilderungsprojekt für die Seekühe der Ilha Itamaraca ganz in der Nähe liegt und machten dann einen Ausflug Richtung Süden, um Aldo zu besuchen. Darf ich vorstellen, Aldo:
 

Aldo ist eine Seekuh, Manatee oder Peixe-Boi. Er ist der Älteste vom ganzen Projekt und ist schon richtig ausgewildert und lebt in Freiheit, zusammen mit zwei anderen. Weitere 4 oder 5 leben noch in einem abgesperrten Bereich, um zu lernen, mit Flut und Ebbe umzugehen, selbst nach Futter zu suchen etc. Aldo ist so an die Besucher gewöhnt, dass er sich ans Boot hängt, um guten Tag zu sagen! Täglich dürfen nur 70 Personen das Projekt besuchen und pro Boot maximal 7. Wir waren zu zweit unterwegs, mit Führerin und zwei Steuermännern, die nebenbei auch noch den ganzen Müll, der sich anfindet, einsammeln. Allein dafür müssten sie schon einen Orden kriegen! Das ganze finanziert sich nur über die Einnahmen der Besuchertrips – keine einzige Unterstützung durch die Regierung – so traurig…

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