Deutschlandtour – die letzte!

Also Koblenz! Ja am Rhein, da ists wirklich schön! Abends, als wir angekommen waren, sassen wir dann noch auf der Rheinterrasse des Hotels und genehmigten uns das eine oder andere Gläschen Wein aus der Gegend.

Am nächsten Tag früh gings los zur Rheinfahrt. Man sagte uns im Hotel, die Anlegestelle des Schiffes wär so 20 Minuten Fussweg entfernt. Naja, das könnten unsere Fusskranken auch schaffen, sie haben dann ja den ganzen Tag auf dem Schiff zum Ausruhen. Los gings! Leider merkten wir auf dem Weg dann, dass die Uferpromenade auf der anderen Rheinseite, da wo die Anlegestelle ist, komplett umgebaut wird. Es waren alle Abgänge zur Promenade gesperrt und wir mussten einen riesigen Umweg laufen. Laufen! Da wir leider etwas knapp mit der Zeit waren und selbst die Polizisten, die wir unterwegs trafen wussten nicht, wie man zur Anlegestelle kommt. Teilweise liefen wir durch die Baustelle, da sonst kein Weg zu finden war. Für eine Stadt wie Koblenz, eine unmögliche Situation.

Vollkommen fertig haben wir es dann doch noch zur Goethe, unserem Schiff, geschafft. Unsere Fusskranken waren dann noch kränker… Aber die schöne Landschaft, an der entlang wir fuhren, hat uns für das doch noch entschädigt. Allerdings hatten wir ein Problem – es gab nichts zum Einkaufen auf dem Schiff und unsere Brasilianer waren dann nach einer Stunde schon soweit, dass sie eigentlich gerne wieder ausgestiegen wären – noch lange vor den Höhepunkten der Reise, wie der Loreley und vielen einmaligen Burgen! Wir hatten noch 4 Stunden vor uns…

Es war übrigens herrlichster Sonnenschein und wir konnten das Promenadendeck so richtig geniessen. In Rüdesheim angekommen, verliessen wir das Schiff und spazierten durch die Stadt. Naja, ich hatte mir das ein bisschen anders vorgestellt. Die Stadt grösser und die Drosselgasse länger – vor allem nicht soooo touristisch… und wo ist eigentlich das gemütliche, alte, verrauchte Lokal, wo "der Geist des Weines" kredenzt wird? Zurück nach Koblenz gings dann mit dem Zug.

Am nächsten Morgen mussten wir dann schon los, um zu unserer letzten Station zu gelangen – Rothenburg ob der Tauber. Unser Hotel ein Traum! Hotel Hornburg, eine umgebaute Jugendstilvilla direkt an der Stadtmauer, mit süssen individuell eingerichteten Zimmern. Wir fühlten uns wie zuhause, hatten auch beinah das komplette Hotel belegt. Den Tag verbrachten wir mit Spaziergängen durch die Stadt und abends gings dann in ein zünftiges Weinlokal. Am nächsten Tag wollten alle dann einen Ausflug nach Stuttgart ins Porsche- und ins Mercedesmuseum machen – das sparte ich mir und liess Norbert alleine mit der Meute losziehen. Ich machte mir dafür noch einen schönen Tag in Rothenburg, gemütliches Bummeln und Fotografieren.

Am Freitag war dann auch schon der letzte Tag, es ging zurück zum Flughafen München. Auf dem Weg dorthin machten wir noch einen Abstecher zum Weihenstephaner Bräustüberl Biergarten, damit bei strahlendem Sonnenschein noch die letzten Schweinshaxen, Brezen und Weissbiere zum Abschied verdrückt werden konnten.

Bald hiess es Abschied nehmen und unsere 12 brasilianischen Freunde zurück zuschicken. Wir beide hatten noch ein Wochenende zuhause und am Sonntagabend, nach mehrstündigem Kofferpacken flogen dann auch wir zurück.

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