Canyons, Geysire, Bären und Shopping – Teil V

Heute nun haben wir den Yellowstone NP verlassen, über die Nord-Ost-Route, da der Osteingang wegen einer Lawine immer noch gesperrt war. Wir fuhren durch schneebedeckte Landschaften auf dem Chief-Joseph-Scenic-Byway Richtung Cody.

In Cody waren wir Mittagessen im Irma-Hotel, dass Buffalo Bill Cody gehört hatte:

 

Anschliessend besuchten wir das Buffalo Bill Cody – Museum, das extrem empfehlenswert ist. Ein Museum, dass in mehrere Abteilungen geteilt ist, eine davon beschäftigt sich mit der Geschichte Buffalo Bills, eine davon ist eine immense Waffensammlung über 2 Stockwerke mit Waffen aus aller Welt – sehr interessant!

Und eine Abteilung ist dem Leben der Plain-Indians gewidmet. Also der Indianer, die in den Great-Plains lebten, die von den Rocky-Mountains bis nach Osten an den Mississippi reichen. Dieser Teil des Museums war unserer Meinung nach der sehenswerteste, sehr gut aufgemacht, mit tollen Ausstellungsstücken und Panoramas, wie z.B. hier:

Ein Ausstellungsstück war diese beeindruckende Halskette aus Grizzlybärenkrallen – sind die nicht enorm??

Auf der Weiterfahrt von Cody nach Sheridan wollten wir eine nördliche Route durch die Bighorn-Mountains nehmen, leider haben wir erst auf halber Strecke gesehen, dass die Strasse immer noch wegen "Winter" gesperrt war. Dadurch mussten wir einen Umweg fahren, der nicht so geplant war. Trotzdem haben wir einen schönen Abschnitt der Bighorn-Mountains gesehen, wenn auch etwas südlicher. Sheridan selbst ist nicht sehr erwähnenswert. Das einzige Abendessenähnliche, dass wir gefunden haben, war eine Rockerkneipe (es durfte dort geraucht werden!!), wo es fritiertes Allerlei aus dem Freezer gab. Naja, wenigstens das Bier schmeckte und Dirk Nowitzki hat das Spiel des Abends gewonnen! Ab hier hat uns dann Dirk praktisch täglich des Abends begleitet – oder wir ihn? ;o) War das nicht super spannend? Die letzten Spiele des Finales haben wir dann schon wieder in Brasilien gesehen!

Am nächsten Tag wollten wir eigentlich Sheridan etwas erkunden, aber wie gesagt, die Stadt gab nicht wirklich viel her und es regnete, wie aus Kübeln gegossen. Da machten wir nur einen kleinen Abstecher in die Kings-Saddlery, ein bekannter Laden für Sättel und Lassos, mit einem kleinen Western-Museum, vollgestopft mit allem, was es so im Westen gab…

Durch den Regen abgeschreckt, machten wir uns bald auf dem Weg nach Deadwood, wo wir die nächste Nacht verbringen wollten. Unterwegs besuchten wir noch den Devil`s Tower, eine einzelne Felsformation am Fusse der Black Hills. Wir umrundeten den Berg auf einem kleinen Wanderweg, allerdings gabs nicht viel Ausssicht, wegen Regens und Nebel.

Kurz vor dem Tower kamen wir an einer Prairie-Dog-Town vorbei, die Viecher sind aber auch zu niedlich!

Deadwood liegt in mitten der Black-Hills, einem Gebirgszug, der eigentlich eine heilige Stätte für die Dakota-Indianer ist. Die Stadt selbst war früher eine Goldgräberstadt, die im Lauf der Zeit ziemlich verfallen und vereinsamt ist. Seitdem die Stadtväter aber die glorreiche Idee hatten, in praktisch jedem Haus ein Casino zu installieren, boomt die Stadt wieder.

Viele Kneipen sind noch im urtümlichen Saloon-Stil, vor allem der Saloon N° 10, wo wir wiedermal Dirk Nowitzki bejubeln durften. Hier wurde übrigens Wild Bill Hickok erschossen und der Stuhl mit dem Einschussloch hängt an der Wand. Allerdings war der Saloon N° 10 früher an einer anderen Stelle… Abendessen gabs im Miner`s Den, das Steakhouse mit den besten Ribs, die wir in diesem Urlaub gegessen haben!

Am nächsten Tag gings weiter mit einem Abstecher über den Spearfish-Canon runter zum Custerstate-Park und zum Mount-Rushmore-Denkmal.

Auf dem Weg dahin sahen wir, was bei uns als "Biberschaden" deklariert werden würde – hier ist es einfach eine Stelle, an der der Biber seine Holzfällerwut auslebt. Schon bemerkenswert welche Kraft so ein Tierchen hat – die Stämme hatten einen Durchmesser von bestimmt 30 cm! 

 

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