Canyons, Hoodoos und viel Sand IX

Heute haben wir wiedermal eine Dirt Road Strecke vor uns, den Shafer Trail und die White Rim Road. Die liegen etwas ausserhalb des Canyonlands NP. Wie immer geht’s erstmal zum Visitor Center, um nach dem Zustand der Strassen zu fragen, aber alles ok, wir können los. Zuerst geht’s die Shafer Switchbacks runter, die uns zum White Rim Trail führen. Ursprünglich wollten wir die White Rim Road komplett fahren, das ist eine Loopstrecke, doch nachdem wir im Internet immer wieder gelesen haben, dass die ganze Strecke eher für Radfahrer interessant ist, haben wir uns entschieden, nur bis zum Musselmans Arch zu fahren und dann zurück und über die Potash Road zum Long Canyon, den wir wieder hoch zum Canyonlands NP Eingang nehmen wollten. Die junge und wohl neue Rangerin im VC hatte uns versichert, dass wäre alles mit unserem Auto ohne Probleme machbar. Naja, wartet es ab, es kam anders als geplant…

Shafer Trail Switchbacks und Ausblick von der White Rim Road:

Aber wie gesagt, erstmal die Switchbacks runter und auf die Rim Road. Herrliche Aussichtspunkte, der Musselmans Arch eine Show, da kann man nämlich drüber laufen!

Musselmans Arch:

Dann geht’s zurück bis zur Potash Road Abzweigung und wieder entlang des Rims Richtung Potash. Hier passieren wir wohl auch den Punkt, an dem Thelma und Louise so spektakulär über das Rim in den Canyon flogen – und nein, es war nicht „der gottverdammte Grand Canyon“. Obwohl, wenigstens der Fluss ist der gleiche, der Colorado River hat sich auch hier sein Bett gegraben.

Colorado River, Ausblicke von der White Rim Road und Potash Road:

Potash heisst die Stadt, durch die auch diese Strasse ihren Namen hat, ein kleines Nest, in dem eine Fabrik zur Pottasche-Herstellung steht. Daran vorbei finden wir nach einiger Suche den Abzweig (geht durch einen Parkplatz durch) zum Long Canyon. Hier treffen wir auch eine Kolonne Jeepfahrer, die auf Nachfrage erklären, dass runter zu der Long Canyon kein Problem sei, doch hoch zu bereits an einer tiefsandigen Stelle ein Konvoi Jeeps hängt. Er würde uns raten, die Strecke von oben nach unten zu fahren. Naja, typisch wir, das müssen wir uns erstmal ansehen und fahren – logisch – hoch. Ein wunderschöner Canyon, die Strasse plötzlich blockiert von einem riesigen Felsblock, unter dem man mit dem Auto durchfährt. Dahinter dann die Stelle mit der Herausforderung. Ein paar der Jeep Wrangler stehen noch da und wir diskutieren mit ihnen, ob es für uns machbar ist oder nicht. Wir wollen es probieren, da die Fahrer uns Hilfe anbieten, falls wir steckenbleiben. Nach dem dritten Versuch geben wir es auf, da wir den Mietwagen doch eher schonen wollen – wo ist mein Troller, wenn man ihn braucht?!? :o) Der Sand ist sehr tief und die Stelle sehr steil, wir drehen um, sehen noch den letzten Jeeps beim Aufstieg zu und fahren etwas traurig zurück zur Potash Road.

Long Canyon:

Da müssen wir hinauf, sieht nicht sehr spektakulär aus…

Von dort geht’s zurück nach Moab ins Hotel und wir machen noch einen Spaziergang durch die Stadt – Souvenir Overkill!!! Ich weiss nicht, aber ich habe das Gefühl, mittlerweile sind alle Touristädte im Westen ein einziger riesiger Souvenirladen, alle Geschäfte verkaufen das gleiche, billige Zeug aus China – Wo sind die kunsthandwerklichen, schön gemachten Dinge geblieben, die es früher gab?
Heut abend haben wir noch was Spannendes vor. Erstmal Abendessen im Blue Pig, einem BBQ Restaurant mit super leckeren southern fried beens und BBQ vom Feinsten. Wir mögen das so sehr, dass wir immer eine Riesenportion bestellen, wovon wir am nächsten Tag noch ein super Picknick gestalten können. Den Bauch voll mit leckerem Essen, fahren wir nochmal in den Arches NP rein – es geht grad die Sonne unter und ich will heute mal Sternenfotografie üben. Spannend für mich – gähnend langweilig für den Mitreisenden. Der legt sich ins Auto und schläft!

Mehr Fotos wie immer in der Galerie.

Ein Kommentar

  1. was für eine bizarre Landschaft – tolle Fotos

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