Canyons, Hoodoos und viel Sand XI

Diese Woche war etwas sparsam mit bloggen, da ich mal wieder meinen Arm gewickelt bekomme, damit er dünner wird und das Lymphödem zurückgeht. Mit dick, fast bis zur Unbeweglichkeit bandagiertem Arm bis zu den Fingern und einem Bandagengewicht von gefühlten 10 kg ist das Tippen leider etwas mühsam.

Trotzdem, die Reise geht weiter, heute Richtung Mesa Verde – Durango. Mesa Verde ist ein Nationalpark, der auf einer Hochebene liegt, bzw. in den Cliffs unterhalb dieser Ebene. Dazu müssen wir erstmal einige Kilometer den Berg hoch fahren, bis wir zum Visitorcenter kommen. Hier entscheiden wir uns, die Balcony House Tour zu machen, da wir vor Jahren schon mal hier waren und die anderen Häuser angeschaut hatten. Allerdings muss der Mitreisende erstmal durch eine Holzkiste krabbeln, um zu sehen, ob er durch den Felstunnel auf der Tour passt ;o)

Virtual Tunnel und Balcony House:

Mesa Verde NP ist so interessant, da hier die Geschichte der amerikanischen Ureinwohner sehr plastisch zu erleben ist. Die Anasazi, die hier lebten, wohnten erst oben auf der Ebene und zogen dann in die Ausbuchtungen unterhalb des Cliffrandes, wo sie Pueblos rein bauten. Bis heute weiss man nicht, warum sie dahin gezogen sind. Es gibt ein paar Erklärungen, wie Krieg, Wassernot etc. aber genau weiss es keiner. Es bleibt spannend, vor allem auch, weil sie einige Zeit danach vollkommen verschwanden und wieder weiss keiner wohin und warum.
Die Balcony House Tour ist super interessant, es geht über steile Treppen nach unten ins Cliff und über eine sehr hohe, steile Leiter wieder nach oben zum Haus. Unser Ranger erzählt sehr interessant und wir beide grinsen uns eins, da wir finden, er sieht aus wie Tim Allen von Tool Time! Der Tunnel, der am Ende der Tour liegt, war übrigens nicht so tragisch, da nur der Eingang und Ausgang so eng wie die Kiste ist, innen kann man fast stehen. Anschliessend fahren wir noch zum Spruce Tree House, das ohne Guide besichtigt werden kann, auch dort waren wir schon und machen „Nachher“-Bilder, um sie mit denen von vor 15 Jahren zu vergleichen :o)

Mesa Verde und Spruce Tree House:

Nach dem Park suchen wir erstmal panisch eine Tankstelle, wir hatten vorher vergessen zu tanken und die An-und Ausfahrt vom Park war ja, wie schon geschrieben sehr lange. Aber alles ging gut und mit vollem Tank geht’s weiter nach Durango. Hier haben wir für heute frei ;o) , sprich wir fahren gemütlich in die Stadt rein, holen uns die Zugtickets für morgen und spazieren durch die Stadt. Wir finden einen netten Biergarten in der Carver Brewery, wo wir die „Probier-Biere“ bestellen. Kleine Gläser (so wie ein Kölschglas) und von jeder Sorte Bier etwas. Himbeerweizen, mexikanisches Bier, Ale, Lager- mmmhhh lecker! Etwas angeschickert fahren wir zum Einkaufen – so macht’s Spaß zum Einkaufen mit dem Mitreisenden, das muss ich mir merken!

3 Kommentare

  1. Das ist schon sehr beeindruckend! Ich kann mich allerdings nicht an die Holzkiste erinnern. Vielleicht gibt es die ja erst, seit die Leute immer dicker werden?
    Ich finde es sooo schade, dass die Indianer da überall nicht mehr sind bzw. nicht mehr in ihren Gebieten leben durften…

    Alles Gute dem Arm und dem Rest! ♥

  2. @Ruthie: Ja, wirklich schade, das wär schon interessant zu sehen, wenn das belebt wäre! Vielen Dank für die guten Wünsche!

  3. Das sieht super aus, meine liebe, und ich drücke die Daumen, dass das Ärmchen ieder dünn wird!!!!! Drück dich ganz fest

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